Festival für Spielräume der Öffentlichkeit

Hopscotch

hopscotch

Diese überdimensionale öffentliche Intervention entsteht in der Anmutung eines Hopscotch (=Hüpfkästchen-Spiel)- als beinah absurde Ausweitung des klassischen Kinderspiels. Hunderte Kästchen lang ragt wächst es aus und in Gullideckel, breitet sich auf Bürgersteige, in Parks und anderen urbane Räume aus, fügt sich in die vorhandene Stadtlandschaft ein und verbindet sie mit seinem spielerischen Pfad.

Die ortsspezifische Straßen-Intervention ist inspiriert von dem berühmten Straßenspiel- nur dass es Hunderte von Zahlen umfasst. Dieses extrem ausgeweitete Spiel erinnert uns gleichermaßen an unsere Unschuld wie auch an die Strapazen der urbanen Umgebung. Hopscotch verwandelt monotone Bürgersteige in alltägliche Spielplätze: Ursprünglich war das Hüpfkästchen-Spiel mehr als 30 Meter lang. Römische Soldaten folgten seinem Verlauf in voller Rüstung mit Marschgepäck- Hopscotch sollte ihre Beinarbeit verbessern. Römische Kinder imitierten die Soldaten, zeichneten ihre eigenen Kästchen und erfanden ein Punktesystem, und Hopscotch verbreitete sich schnell in Europa, Asien und aller Welt.

Wie können Zivilgesellschaft und unendliches Spiel ko-existieren?

Format: Spiel

  • Freitag, 03.10.2014 16:30 – 17:00, 16:30 – 22:00
  • Samstag, 04.10.2014 11:00 – 20:00
  • Sonntag, 05.10.2014 11:00 – 17:00

Agustina Woodgate (AR/US)

agustinawoodgate.com

Woodgates Interventionen, Objekte und kollaborative Events reagieren auf unsere konstruierten Strukturen und loten ihren Einfluss auf uns umgebende Landschaften aus. Ihre Arbeiten überprüfen Verhaltensmuster und Organisationssysteme und laden Menschen dazu ein, mit ihnen auf neue Art zu interagieren. Sie reflektiert bürgerliche Politik und die Nutzung von Plätzen und Lücken- oft mit spielerischem und regenerativem Ansatz. Inspiriert von Thermodynamik und immerwährender Bewegung der Dinge zieht ihre Arbeit alles in Erwägung, schließt nichts aus und verwandelt alles in etwas anderes.

Woodgate hat an der National University of Visual Arts, Argentina, ihren Abschluss gemacht und hat in großem Umfang v.a. in den USA ausgestellt. Sie initiierte kolaborative Projekte und wurde durch nationale als auch internationale Residenzen gefördert. Ursprünglich stammt sie aus Buenos Aires, Argentinien.